Ok, da ich jetzt einige Fragen dazu bekommen habe, wie man so ein Bild mit den Wolken wie dieses hier (was ich schon hier bei Facebook gepostet hatte) hinbekommt, dachte ich mir, ich schreibe mal einen kurzen Blogeintrag dazu. Eigentlich ist das Ganze auch ganz einfach. Das Foto ist eine Langzeitbelichtung, durch die lange Belichtungszeit (hier 30 Sekunden) entsteht der Effekt mit den Wolken und dem Wasser.

Um eine Langzeitbelichtung zu machen, braucht man ein Stativ oder einen stabilen Untergrund auf den man seine Kamera für die Dauer der Belichtung stellen kann, damit das Bild nicht verwackelt. Bei dem Foto hier habe ich ein Gorillapod-Stativ benutzt. Das ist super wenn man auf Reisen ist und nicht schwer schleppen möchte oder der Koffer eh schon überquillt ;-)

Dann stellt man seine Kamera am Besten in den manuellen Modus und wählt eine lange Belichtungszeit und die dazu passende Blende. Gerade wenn es wirklich dunkel ist, muss man sich da manchmal ein bisschen herantasten um die ganz genauen Einstellungen zu finden, weil man sich auf den Belichtungsmesser in der Kamera dann nicht immer verlassen kann (der weiß ja schließlich auch nicht immer was man eigentlich möchte ;-) Hier mal der Unterschied zwischen manuellem Modus und Kameraautomatik:

Wer es ganz genau nehmen möchte, nimmt am Besten einen Fernauslöser, damit man die Kamera beim Auslösen nicht berühren muss und so möglichst noch weniger Bewegung auf die Kamera übertragen wird. Ich selbst habe aber einfach nur den Selbstauslöser eingestellt, sodass nach dem Auslösen noch ein bisschen Zeit ist, bis die eigentliche Belichtung beginnt und die Kamera sich wieder beruhigen kann, falls sie durch das Auslösen in Bewegung geraten ist. Hier in Mexiko muss man halt in jeder Situation das nehmen, was man kriegen kann und das Beste draus machen ;-) Ist aber wirklich eine ganz gute Möglichkeit, um auch ohne Fernauslöser wackelfreie Bilder aufzunehmen, nicht nur in Mexiko ;-)

Hier sind auch noch zwei Beispiele aus London, die ich bei meinem Kurztripp im vergangenen Jahr aufgenommen habe, das Prinzip ist genau das Gleiche. Ein guter Tipp ist übrigens noch seinen Sensor und auch die Linse vorher nochmal zu reinigen (sollte man zwar auch so ab und an machen) aber wenn man mit relativ weit geschlossener Blende fotografiert, ist es besonders wichtig, da sieht man jedes kleine Staubkorn.

 

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen damit weiterhelfen. Da ich in letzter Zeit immer mal wieder Fragen rund um die Fotografie bekommen habe, werde ich in der nächsten Zeit immer mal wieder ein paar kleine Tipps und Tricks in einen Blogpost fassen (zumindest soweit ich selbst glaube, die Antwort zu wissen ;-). Vielleicht gibt es auch mal den ein oder anderen Post über Fotografen und Bücher, dich ich gerne mag und die mich inspirireren. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich hier gerne in meinen E-Mail-Verteiler, beziehungsweise RSS-Feed eintragen oder mir bei Facebook folgen. Wenn ihr bestimmte Fragen oder Wünsche zu Themen habt, dann schreibt doch einfach einen Kommentar, ich versuche mein Bestes :-) Aber jetzt erstmal viel Spaß beim Fotografieren :-)

 

Folgt mir auf Instagram